Wie verbessert man den Google Ads Qualitätsfaktor (Quality Score)?

Was ist der Google Ads Qualitätsfaktor

Der Google Ads Qualitätsfaktor (engl. = Quality Score) ist ein Wert zwischen 1 und 10, der die Qualität Deines Keywords angibt. Je höher die Punktzahl, desto besser ist die Qualität. Die Qualitätsbewertung ist ein komplexes Tool, das von Google entwickelt wurde. Der detaillierte Algorithmus ist nicht bekannt, aber drei Hauptfaktoren berechnen ihn:

  • Erwartete Click-Through-Rate (CTR)
  • Anzeigenrelevanz
  • Nutzererfahrung mit der Landingpage

Alle drei Komponenten haben einen Status von unterdurchschnittlich, durchschnittlich oder überdurchschnittlich.

Du kannst auch einen Blick auf den Status der Keywords werfen. Sie könnten als „(eingeschränkt) Selten ausgeliefert (niedriger Qualitätsfaktor)“ gekennzeichnet sein.

Google Ads Qualitätsfaktor und Anzeigenrelevanz

Warum ist der Google Ads Qualitätsfaktor wichtig?

Der Qualitätsfaktor ist vor allem aus zwei Gründen wichtig: Erstens, um sicherzustellen, dass Du Deinen potenziellen Kunden ein gutes Anzeigenerlebnis bietest. Zweitens, um Gebote zu optimieren und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Wenn es auf Deiner Website um Musikunterricht geht und Du 1 Mio. Euro für das Keyword „Nike Schuhe“ bieten würdest, würde Deine Anzeige aufgrund der fehlenden Relevanz trotzdem nie ausgeliefert werden. Beim Real Time Bidding werden mehrere Faktoren berücksichtigt. Wenn Dein Qualitätsfaktor niedrig ist, werden Deine Anzeigen für Keywords mit einer niedrigen Qualitätsbewertung nicht angezeigt (oder zumindest nicht so oft wie möglich).

Die Verbesserung des Keyword Qualitätsfaktors ist ein wesentlicher Bestandteil der Google Ads Kampagnen Optimierung.

Wie kann man den Qualitätsfaktor und die zugehörigen KPIs sehen?

  1. Navigieren zu dem Abschnitt für Keywords -> Keywords für Suchanzeigen in Deinem Google Ads-Konto
  2. Klicke das Spaltensymbol in der oberen Navigation
    Google Ads Qualitätsfaktorspalten einblenden
  3. Suche nach „Qualitätsfaktor“ in der Suchleiste und aktiviere die folgenden Spalten:
    • Qualitätsfaktor
    • Erwartete CTR
    • Nutzererfahrung mit der Landingpage
    • Anzeigenrelevanz
      Qualitätsfaktor spalten einblenden
  4. Anwenden

Optimieren des Google Ads Qualitätsfaktors

Wir haben 3 Bereiche zur Verbesserung: Erwartete CTR, Anzeigenrelevanz und Landing Page-Erfahrung:

1) Verbessere die erwartete CTR für Google Ads

Die erwartete CTR gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass Deine Anzeige für dieses Keyword angeklickt wird. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Relevanz der Anzeige.

Die erwartete Klickrate lässt sich am besten optimieren, indem Du das Keyword so genau wie möglich in den Anzeigentext einbindest. Wenn Du auf das Keyword „Spaghetti Carbonara“ bietest, sollte dies eine der Überschriften Deiner Anzeige sein und auch in Deinem Beschreibungstext enthalten sein.

In diesem Zusammenhang kannst Du die Stärke der einzelnen Anzeigen sehen: Navigiere im Google Ads-Konto zum Anzeigenbereich und suche die Spalte „Anzeigeneffektivität“. Dies bezieht sich zwar auf die gesamte Anzeige, kann aber auch darauf hinweisen, dass Du wichtige Keywords übersehen hast. Das Ziel ist es, eine sehr gute oder zumindest gute Anzeigeneffektivität zu erreichen.

Wie lässt sich die Anzeigeneffektivität in Google Ads erhöhen?

Die Anzeigeneffektivität misst, wie gut die Keywords und Anzeigentexte miteinander verknüpft sind. Die beste Möglichkeit, die Anzeigenstärke zu verbessern, besteht darin, die wichtigsten Keywords in die Überschriften und Beschreibungen aufzunehmen. Außerdem solltest Du so viele relevante Erweiterungen wie möglich hinzufügen.

Was ist zu tun, wenn Du keine weiteren Schlüsselwörter in die verfügbaren Überschriften und Beschreibungen einfügen kannst?

Du kannst zusätzliche Anzeigengruppen erstellen und bestimmte Keywords herausschneiden oder einen neuen Anzeigentext erstellen. Am besten ist es jedoch, eine neue Anzeigengruppe mit verwandten Keywords zu erstellen.

2) Optimieren der Anzeigenrelevanz

Die Anzeigenrelevanz misst, wie relevant Dein Keyword für die Suchabsicht ist. Wenn Du auf ein informatives Keyword wie „Was sind Nagetiere“ bietest, ist Dein Kammerjägerdienst zur Beseitigung eines Mäusebefalls möglicherweise nicht relevant.

Es ist außerdem empfehlenswert, Sitelinks für verwandte relevante Ressourcen einzubinden.

3) Landing Page-Erfahrung für Google Ads verbessern

Die Nutzererfahrung mit der Landing Page besteht aus zwei Hauptkomponenten: Der erste ist die Leistung der Landing Page in Bezug auf die Core Web Vitals von Google. Ähnlich wie bei einer SEO-freundlichen Website wirken sich die Leistungsdaten auf das Erlebnis aus. Stell Dir die folgenden Fragen:

  • Lädt die Seite schnell?
  • Sind alle Elemente gut sichtbar und leicht zu lesen?
  • Sind klickbare Elemente wie Schaltflächen und Links tatsächlich anklickbar?

Am besten lässt sich die Landingpage durch das Google Page Insights Tool überprüfen.

Der zweite Faktor ist, wie sehr das Keyword mit der Landingpage zusammenhängt. Einfach ausgedrückt: Deckt die Landing Page das Keyword und seine Suchabsicht ab? Du kannst die Landingpage optimieren, indem Du das Keyword strategisch auf der Seite einpflegst. Bitte nicht falsch verstehen: Ich empfehle nicht, die Seite mit Keywords vollzustopfen (Keyword-Stuffing), sondern das Schlüsselwort vollständig abzudecken

Wenn Du die Landing Pages nicht für ein Keyword optimieren kannst, ohne ein anderes auszustechen, ist es wahrscheinlich am besten, eine neue Anzeigengruppe mit einer anderen Landingpage-Variante zu erstellen. Dies kann manchmal so trivial sein, wie die Verwendung der exakten Worte, die Deine Zielgruppe verwendet: Coaching vs. Training vs. Kurs vs. Programm. Außerdem könnte ein virtuelles Coaching eine andere Landingpage erfordern, als ein Vor-Ort-Training oder ein Hybrid-Programm. 

Die Optimierung der Landingpage-Erfahrungen wird nicht nur den Qualitätsfaktor und Anzeigenleistung verbessern, sondern letztendlich auch die Konvertierungen erhöhen.

Verwandte KPIs (zugrunde liegende Metriken)

Der Google Ads Qualitätsfaktor ist eine KPI auf Keyword-Ebene. Wenn Du die Kampagnenleistung untersuchen möchtest, kannst Du Dir drei Kennzahlen auf Kampagnenebene ansehen. Du musst die Spalten ggf. zur Ansicht hinzufügen:

  • Der Anteil an möglichen Impressionen im Suchnetzwerk ist die Anzahl der Impressionen, die Du mit Deinen Anzeigen erhalten hast, im Vergleich zu der geschätzten Anzahl der Impressionen, die möglich gewesen wären. Der Richtwert sollte bei 20+% liegen.
  • Der Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Rang) zeigt, wie oft Du aufgrund eines schlechten Anzeigenrangs nicht angezeigt wurdest. Der Anzeigenrang ist eine Kombination aus Gebot/Zielkosten, Anzeigenqualität, Websitequalität, Suchabsicht, Auswirkungen von Anzeigenformaten und Anzeigenerweiterungen. Wenn Du beispielsweise einen 60 %-Wert siehst, bedeutet dies, dass Deine Anzeigen in 60 % der möglichen Ergebnisse nicht angezeigt wurden. Ein guter Richtwert ist auch hier 20% oder weniger.
  • Der Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Budget) gibt an, wie oft Deine Kampagne nicht aufgrund des Budgets angezeigt wird. 

Wie kann man den Anteil der Impressionen und den entgagenen Rang verbessern?

Ein Faktor ist das Werbebudget. Du kannst Deine Ausgaben immer erhöhen, aber das ist nicht das, was ich hier empfehle. Konzentrieren wir uns zunächst auf die Qualität der Kampagnen und Anzeigen.

Fokussiere Dich auf die Kampagnen mit einer Kombination aus dem niedrigsten Anteil an Suchimpressionen und dem höchsten verlorenen Suchrang. Oft stimmen die Qualitätsfaktoren der Keywords und der Qualitätsstatus der Anzeigen nicht überein.

Wenn Deine Werte gut sind und Du den Kampagnenstatus „Eingeschränkt durch Budget“ siehst, könnte einer der Hauptgründe darin liegen, dass Du nicht über genügend Werbeetat verfügst, um höhere Impression-Shares zu erzielen.